Mallorca 7-Tage-Reiseplan: Die ultimative Roadtrip-Route & täglicher Guide (2026)
Mallorca verlangt Tempo und Entschleunigung im gleichen Maße. Jenseits der Beton-Hotelburgen der Bucht von Palma erstreckt sich eine Insel mit messerscharfen Kalksteinkämmen, terrassierten Olivenhainen, die durch mittelalterliche maurische Kanäle bewässert werden, und einsamen Meeresbuchten, die in honigfarbenen Kalkstein geschlagen sind. Wer in sieben Tagen 540 Kilometer quer durch Mallorca fährt, entdeckt eine Insel, die weit entfernt ist von den Mythen des Pauschaltourismus.
Um sich auf Mallorca sicher zu orientieren, muss man die Topografie verstehen. Der Bergrücken der Serra de Tramuntana erstreckt sich über 90 Kilometer entlang der Nordwestküste und bildet eine imposante physische Barriere zwischen dem offenen westlichen Meer und der zentralen landwirtschaftlichen Ebene (Es Pla). Die südlichen und östlichen Küstenlinien brechen in Hunderte von schmalen, fjordartigen Buchten (Calas) auf, während der Norden in windgepeitschte Kaps mündet. Die Überquerung dieser geologischen Zonen erfordert eine sorgfältige Routenplanung; wer zur nachmittäglichen touristischen Hauptverkehrszeit den falschen Gebirgspass wählt, verdoppelt seine Fahrzeit.
Dieser 7-tägige Roadtrip-Reiseplan ist auf die realen Verkehrsbedingungen des Jahres 2026 ausgelegt. Er verbindet Gebirgspässe mit unterirdischen Karsthöhlen, Küstenwachtürmen, römischen Ausgrabungsstätten und einsamen Badestrassen und enthält genaue Angaben zu Fahrzeiten, Strassenklassen, Parkregelungen und kulturellem Hintergrund.
Strategisches Roadtrip-Briefing: Realität 2026
- Unterkunftsstrategie (2-Basen- vs. 1-Basis-Modell): Wir empfehlen eine Strategie mit zwei Standorten. Richten Sie Basis 1 (Tage 1–4) in oder nahe Palma, Sóller oder Valldemossa für den Südwesten und die Tramuntana ein. Richten Sie Basis 2 (Tage 5–7) im Nordosten (Alcúdia/Pollença) oder Südosten (Santanyí) ein. Tägliche Überquerungen des Gebirgswalls von einem einzigen Ferienort aus verschwenden 2,5 Stunden durch doppelte Fahrten. Alternativ können Sie ein einzelnes Agroturismo im Landesinneren in Inca oder Santa Maria del Camí mit direktem Anschluss an die Schnellstrasse Ma-13 buchen.
- Fahrzeugwahl: Mieten Sie einen kompakten Kleinwagen des B- oder A-Segments (Seat Ibiza, Fiat 500, Renault Clio). Die Gebirgsstrasse Ma-10 bietet enge Haarnadelkurven und 2,2 Meter breite Steinstrassen in Fornalutx und Valldemossa, wo breite SUVs gegen entgegenkommende Reisebusse zu kämpfen haben.
- Cap-de-Formentor-Regelung 2026: Vom 1. Juni bis zum 31. Oktober ist die Ma-2210 von km 8,7 bis zum Leuchtturm von Formentor täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr für unautorisierte Privatfahrzeuge gesperrt. Überwachungskameras (ANPR) stellen automatisch Bußgelder über 200 € aus. Nutzen Sie den Shuttlebus TIB 334 ab Port de Pollença oder passieren Sie den Kontrollpunkt vor 09:45 Uhr.
- Parkplatz-Kapazitäten an Buchten: Unberührte Buchten wie Caló des Moro, Cala Llombards und Cala Pi verfügen über begrenzte Parkmöglichkeiten. Schotterparkplätze füllen sich im Juli/August vor 08:30 Uhr und in der Nebensaison vor 09:30 Uhr. Die Polizei weist Autos ab, sobald diese voll sind. Das Parken auf wilden Pinienstreifen zieht Umweltschutzstrafen von 100 € bis 300 € sowie das Abschleppen des Fahrzeugs nach sich.
- Überholregeln für Radfahrer: Die spanischen DGT-Vorschriften schreiben einen Mindestabstand beim Überholen von 1,5 Metern vor und verlangen, die Geschwindigkeit vor dem Überholen um mindestens 20 km/h unter das Tempolimit zu drosseln. Das Überfahren einer durchgezogenen weissen Linie ist nur bei völlig freier Sicht erlaubt.
- Park-Apps (Blaue Zonen / ORA): Gebührenpflichtige blaue Parkzonen (Zona Blava) sind werktags von 09:00 bis 14:00 Uhr und von 16:30 bis 20:00 Uhr in Betrieb. Nutzen Sie die Mobil-Apps Telpark oder ElParking, um bequem per Smartphone zu bezahlen und die Parkzeit zu verlängern. Gelbe Bordsteinmarkierungen kennzeichnen strikte Halteverbotszonen.
Die 7-Tage-Mallorca-Reiseroute im Schnellüberblick
Die folgende Übersicht zeigt den geografischen Verlauf, den täglichen Fahraufwand und die jeweiligen Schwerpunkte für die Woche.
| Tag | Basis-Region | Wichtige Wegpunkte & Route | Entf. & Zeit | Strategische Reisetipps |
|---|---|---|---|---|
| Tag 1 | Palma | Kathedrale La Seu, Palast Almudaina, Schloss Bellver, Santa Catalina | 15 km • 35 Min. | Parken am Parc de la Mar; zu Fuss durch die Altstadt; Schlosstickets vorbestellen. |
| Tag 2 | Tramuntana SW | Kartause von Valldemossa, Torre del Verger, Deià, Sa Foradada | 68 km • 1 Std. 45 Min. | Palma bis 08:30 Uhr über Ma-1110 verlassen; Klippenstrasse Ma-10 fahren; Sonnenuntergang in Son Marroig. |
| Tag 3 | Sóller-Tal | Jardines de Alfabia, Altstadt von Sóller, Port de Sóller, Fornalutx | 32 km • 55 Min. | Alfabia früh besuchen; Fahrt mit der Tram von 1913; Parken am Parkplatz Lepanto in Port de Sóller. |
| Tag 4 | Hohe Pässe | Gorg Blau, Sa Calobra (Nus de Sa Corbata), Lluc, Alcúdia | 84 km • 2 Std. 15 Min. | Ma-2141 vor 10:00 Uhr abfahren, um Reisebusse zu meiden; Spanferkel in Lluc essen. |
| Tag 5 | Nordöstliche Kaps | Cap de Formentor, Talaia d’Albercutx, Platja Formentor, Pollentia | 42 km • 1 Std. 10 Min. | Formentor-Schranke vor 10:00 Uhr passieren oder Bus 334 nehmen; Stadtmauern von Alcúdia in der Dämmerung ablaufen. |
| Tag 6 | Östlicher Karst | Höhlen von Drach (Porto Cristo), Es Pontàs, Santanyí | 78 km • 1 Std. 25 Min. | Drach-Eintritt für 10:00 Uhr vorbuchen; Felsbogen Es Pontàs bestaunen; Abendessen in Santanyí. |
| Tag 7 | Südküste | Caló des Moro, Cala S’Almunia, Torre de Cala Pi, Flughafen (PMI) | 65 km • 1 Std. 15 Min. | Parkplatz Caló des Moro bis 08:15 Uhr erreichen; Baden an der Cala Pi; Mietwagenabgabe am Flughafen. |
Tag 1: Palmas gotischer Stadtkern, Portixol & königliche Festungen
Beginnen Sie Ihre Mallorca-Reise in der balearischen Hauptstadt, deren Fundamente auf ein römisches Militärlager aus dem Jahr 123 v. Chr. zurückgehen. Widmen Sie diesen ersten Tag der Erkundung des sandsteinfarbenen Zentrums zu Fuß, bevor Sie sich auf die Straßen der Bergregion begeben.
Vormittag: La Seu, der Palast Almudaina & das jüdische Viertel Call
Parken Sie Ihr Auto in der Tiefgarage Aparcament Parc de la Mar (2,40 €/Stunde) und gehen Sie hinauf zur Plaça de la Seu, wo die Kathedrale Santa Maria (La Seu) über der Uferpromenade thront. Der Bau wurde von König Jakob I. nach der Eroberung des islamischen Madina Mayurqa im Jahr 1229 in Auftrag gegeben und dauerte von 1230 bis 1601. Sie wurde aus goldenem Marés-Sandstein erbaut, der in Portals Vells abgebaut wurde; ihre Gewölbe im Mittelschiff erreichen auf achteckigen Pfeilern eine Höhe von 44 Metern. Treten Sie um 10:00 Uhr ein, um zu erleben, wie die Morgensonne auf die 13,8 Meter große Rosette im Osten (Ojo del Gótico) trifft und lebendige Farben durch den Kirchenraum wirft. Betrachten Sie im Inneren den hängenden Baldachin von Antoni Gaudí (1904–1914) und das Keramikwandbild von Miquel Barceló aus dem Jahr 2007 in der Kapelle des Heiligen Sakraments.

Gegenüber der Kathedrale befindet sich der Königspalast La Almudaina, ein islamischer Alcázar, der von König Jakob II. zu einer gotischen Residenz umgebaut wurde. Schließen Sie sich einer der lizenzierten kostenlosen Stadtführungen in der Nähe an, um durch El Call Jueu (das mittelalterliche jüdische Viertel) entlang der Carrer de Monti-sion zu schlendern und historische Renaissancedurchgänge (patios mallorquines) durch eiserne Gitter in der Carrer de la Portella zu bewundern.
Mittag: Traditionelles Marktdinner im Mercat de l’Olivar
Gehen Sie die Carrer de Sant Miquel nach Norden vorbei an der Plaça de Cort – legen Sie dabei einen Stopp am 600 Jahre alten Olivenbaum Olivera de Cort ein – bis zum Mercat de l’Olivar (geöffnet Montag bis Samstag von 07:00 bis 14:30 Uhr). Nehmen Sie auf einem Hocker in der Bar del Peix Platz, um authentische traditionelle mallorquinische Spezialitäten zu genießen: rustikales pa moreno, eingerieben mit tomàtiga de ramellet, beträufelt mit nativem Olivenöl extra und belegt mit gereifter sobrassada de Mallorca und Mahón-Käse, dazu gegrillten Tintenfisch (sípia a la planxa).
Nachmittag: Castell de Bellver & der Königswald
Fahren Sie 4,5 Kilometer nach Westen zum Schloss Bellver, das inmitten von Pinienwäldern 112 Meter über dem Hafen liegt. Das im Jahr 1300 von König Jakob II. in Auftrag gegeben und von Pere Salvà entworfene Bellver ist Europas seltene kreisrunde gotische Festung mit drei Türmen und einem freistehenden, 33 Meter hohen Bergfried (Torre de l’Homenatge). Gehen Sie auf der Dachterrasse spazieren, um einen 360-Grad-Panoramablick auf die Bucht und die Tramuntana zu genießen. Besuchen Sie unseren Reiseführer zu Aktivitäten in Palma de Mallorca für Informationen zu saisonalen Ausstellungen.

Abend: Santa Catalina & Passeig des Born
Begeben Sie sich in der Dämmerung über die Carrer de la Fàbrica nach Santa Catalina. Genießen Sie authentische Tapas: Tumbet (in Knoblauch-Tomaten-Sauce gebackene Scheiben von Kartoffeln, Auberginen und Paprika) und Frit Mallorquí (gewürztes Lamm-Innerei-Gericht mit Kartoffeln und Fenchel aus dem 14. Jahrhundert). Lassen Sie den Abend bei einem Spaziergang über den Passeig des Born ausklingen.
Messwerte für Tag 1 vor Ort
- Fahrstrecke: 15 km gesamt (Stadtverkehr).
- Fahrzeit: 35 Minuten am Steuer.
- Wichtigste Routen: Passeig Marítimo (Ma-19), Carrer de Bellver.
- Parken: Aparcament Parc de la Mar (2,40 €/Std.); oberer Parkplatz am Schloss Bellver (kostenlos, 60 Stellplätze).
- Eintrittspreise: Kathedrale La Seu (10,00 €); Schloss Bellver (4,00 €; sonntags kostenlos).
Tag 2: Die südliche Tramuntana-Küste (Von Valldemossa nach Deià)
Der zweite Tag führt hinauf in die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Landschaft der Serra de Tramuntana, die durch Trockenmauern (pedra en sec) und historische Bewässerungsfeldbau-Systeme geprägt ist. Stellen Sie sich auf Höhenunterschiede, Serpentinen und steile Küstenabfälle ein.
Morgen: Kartause von Valldemossa & Kartoffel-Cocas
Verlassen Sie Palma bis 08:30 Uhr über die Ma-1110 und fahren Sie 420 Höhenmeter hinauf nach Valldemossa (18 km, 25 Minuten). Parken Sie in der Avinguda de Palma (1,80 € für zwei Stunden über Telpark). Halten Sie in der Pastisseria Ca’n Molinas (seit 1920 geöffnet) in der Via Blanquerna an, um eine warme, zuckergebadete coca de patata mit Kaffee oder kalter Mandel-Horchata zu genießen.
Besichtigen Sie die Real Cartuja de Valldemossa, die 1309 von König Sancho als königliche Residenz gegründet und 1399 in ein Kartäuserkloster umgewandelt wurde. Besuchen Sie Zelle 4, in der Frédéric Chopin und George Sand im Winter 1838–1839 wohnten. Sehen Sie sich Chopins Pleyel-Klavier an, auf dem er das Regentropfen-Prélude komponierte, Sands Originalmanuskript von Ein Winter auf Mallorca und den privaten Kräutergarten mit Blick auf das terrassierte Tal.
Mittag: Küstenklippen & Torre del Verger
Fahren Sie auf der Ma-10 südwestlich Richtung Banyalbufar, wo steile maurische Steinterrassen (marjades) zum Meer hinabführen. Biegen Sie bei km 89 in die Bucht der Torre del Verger (Torre de Ses Ànimes) ein. Dieser steinerne Wachturm wurde 1579 im Rahmen des Küstenverteidigungsnetzwerks von Joan Binimelis gegen berberische Piraten erbaut und thront 175 Meter über dem Meer. Steigen Sie über die Eisenstufen auf die offene Steinplattform, um die weite Aussicht auf die Küste zu genießen.

Nachmittag: Son Marroig & Halbinsel Sa Foradada
Folgen Sie der Ma-10 nach Nordosten vorbei an Valldemossa Richtung Deià. Biegen Sie zwischen km 65 und 66 in das Anwesen von Son Marroig ab, dem früheren Wohnsitz des österreichischen Erzherzogs Ludwig Salvator (1847–1915). Von der Rotunde aus Carrara-Marmor blicken Sie auf Sa Foradada, eine Kalksteinfenster-Halbinsel mit einem 18 Meter großen, durch Wellenerosion in den Fels gewaschenen natürlichen Loch. Ein 2,5-stündiger Rundwanderweg führt durch Olivenhaine hinunter ans Meer.

Abend: Deià & Abendessen in Cala Deià
Fahren Sie 4 Kilometer nach Deià, wo sich Steinhäuser unterhalb des Puig des Teix (1.064 m) anlehnen. Das Dorf ist seit langem ein Künstlerrefugium, in dem der englische Dichter Robert Graves ab 1929 lebte, und bewahrt ruhige Steingassen. Gehen Sie am späten Nachmittag die 2 Kilometer lange asphaltierte Straße hinunter zur kieselgestreuten Cala Deià (Parken 3,00 €/Std.). Speisen Sie im Ca’s Patró March auf Holzstelzen über der Brandung und bestellen Sie gegrillte Rote Meerbarbe (moll), wilden Wolfsbarsch und kühlen Prensal-Blanc-Wein.
Kennzahlen für Tag 2
- Fahrstrecke: ca. 68 km insgesamt.
- Fahrtzeit: 1 Stunde und 45 Minuten Bergfahrt.
- Hauptrouten: Ma-1110, Ma-10 (Tramuntana-Küste).
- Parken: Städtischer Parkplatz Valldemossa (1,80 €/Std. über Telpark); Aussichtspunkt Torre del Verger (kostenlos, 8 Plätze); Parkplatz Son Marroig (kostenlos für Besucher); Parkplatz Cala Deià (3,00 €/Std.).
- Eintrittspreise: Kartause von Valldemossa (12,00 €); Gärten von Son Marroig (4,00 €).
Tag 3: Zitrustäler, historische Eisenbahn & Bergbastionen
Der dritte Tag führt in das Goldene Tal von Sóller, ein fruchtbares Becken, das für süße Navel- und Canoneta-Orangen bekannt ist. Umgeben von den hohen Gipfeln der Tramuntana wird in diesem Tal Quellwasser aus den Bergen genutzt, das jahrhundertelang für landwirtschaftlichen Wohlstand und den Zitrusandel mit Südfrankreich sorgte.
Morgen: Maurische Wasserbaukunst in den Jardines de Alfabia
Fahren Sie auf der Landstraße Ma-11 nach Norden in Richtung Coll de Sóller. Am Kilometerstein 17 betreten Sie das Gelände der Jardines de Alfabia, eines Landguts aus islamischer Zeit vor 1229, das vom maurischen Vizekönig Ben-Abet gegründet wurde.

Alfabia bewahrt ein ausgeklügeltes Netzwerk aus Zisternen (aljibes) und Schwerkraftkanälen, die subtropische Plantagen versorgen. Spazieren Sie unter der Steinpergola hindurch; das Drücken eines Bronzeknopfs aktiviert 72 versteckte Wasserdüsen, die für einen kühlenden Sprühnebel von oben sorgen. Im Herrenhaus können Sie die aus dem Jahr 1170 stammende Mudejar-Kieferndecke mit arabischen Inschriften sowie die königliche Suite von Königin Isabella II. aus dem 19. Jahrhundert besichtigen.
Mittag: Sóller-Modernismus & die historische Straßenbahn
Fahren Sie durch den mautfreien Túnel de Sóller in die Stadt Sóller. Parken Sie am Aparcament Defensora de Sóller (1,50 €/Std.) und gehen Sie zur Plaça de la Constitució. Hier besticht die Kirche Sant Bartomeu durch eine markante modernistische Kalksteinfassade, die 1904 von Joan Rubió i Bellver, einem Schüler von Antoni Gaudí, gestaltet wurde. Steigen Sie in die hölzerne Tranvía de Sóller aus dem Jahr 1913 (9,00 € einfache Fahrt) und fahren Sie durch Orangenhaine hinunter in die hufeisenförmige Bucht von Port de Sóller.
Nachmittag: Rote Garnelen aus Port de Sóller & Fornalutx
Probieren Sie am Hafen süße Gamba Roja de Sóller (Tiefsee-Rotingarnelen), die mit Meersalz angebraten und mit kaltem Weißwein der Rebsorte Prensal Blanc serviert werden. Nehmen Sie die Straßenbahn zurück, um Ihr Auto abzuholen, und fahren Sie 5 km auf der Ma-2120 nach Fornalutx. Schlendern Sie durch Steingassen wie die Carrer dels Bous, um traditionelle Pedra-en-sec-Trockenmauern und Teules de moro zu bewundern: Dachziegel aus dem 16. Jahrhundert, die mit roten Volksmotiven bemalt sind, um Unglück abzuwenden.
Abend: Sonnenuntergang am Far de Cap Gros
Fahren Sie vor Einbruch der Dunkelheit zum Far de Cap Gros, einem Leuchtturm aus dem Jahr 1859, der 120 Meter über der westlichen Hafeneinfahrt thront, und beobachten Sie, wie die Abenddämmerung das Hafenbecken in ein warmes kupfernes Licht taucht.
Kennzahlen für Tag 3
- Fahrstrecke: 32 km insgesamt.
- Fahrzeit: 55 Minuten hinter dem Steuer.
- Hauptrouten: Ma-11, Ma-2120 (Sóller–Fornalutx).
- Parken: Alfabia-Parkplatz (kostenlos für Besucher); Aparcament Defensora de Sóller (1,50 €/Std.); Parkplatz in Fornalutx in der Carrer de l’Arbona Nova (2,00 €/Std.).
- Eintrittspreise: Jardines de Alfabia (9,00 €); Tranvía de Sóller (9,00 € einfache Fahrt).
Tag 4: Hohe Gebirgspässe, Sa Calobra & Wechsel zum Stützpunkt im Norden
Checken Sie früh aus Ihrer ersten Unterkunft aus. Der heutige Tag bietet anspruchsvolle Fahrten durch die Berge, führt durch ingenieurtechnische Meisterleistungen hinab, bevor Sie zu Ihrem nördlichen Stützpunkt in Alcúdia weiterreisen.
Vormittag: Stauseen des Puig Major & Sa Calobra (Ma-2141)
Brechen Sie bis spätestens 08:15 Uhr in Sóller auf, um den Reisebussen zuvorzukommen. Fahren Sie die Ma-10 am Puig Major (1.445 m) und den alpinen Stauseen Cúber und Gorg Blau vorbei nach oben. Am Coll dels Reis (682 m) biegen Sie auf die Ma-2141 ab, die nach Sa Calobra hinabführt. Diese 1932 von Antonio Parietti erbaute Straße schlängelt sich durch 12 Serpentinen ohne Tunnel, gekrönt vom Nus de Sa Corbata (Krawattenknoten), einer 270-Grad-Kurve, die unter ihrem eigenen Viadukt verläuft.
Fahrstrategie: Die Straße ist 5,5 Meter breit und von steilen Felswänden umgeben. Reisebusse fahren nach 10:30 Uhr bergab und nach 14:30 Uhr bergauf. Kommen Sie vor 09:15 Uhr, um dem Verkehr zu entgehen. Parken Sie in Sa Calobra (3,50 €/Std.) und gehen Sie durch beleuchtete Fußgängertunnel im Fels zum Torrent de Pareis, wo 200 Meter hohe Klippen einen wilden Kiesstrand umrahmen.
Mittag: Geistliche und leibliche Stärkung im Santuari de Lluc
Fahren Sie im niedrigen Gang wieder hinauf, um Ihre Bremsen zu schonen, und folgen Sie der Ma-10 für 12 km nach Nordosten zum Santuari de Lluc. Lluc liegt in einem hochgelegenen Bergtal auf 500 Metern Höhe und ist seit dem 13. Jahrhundert Mallorcas spirituelles Heiligtum. Besuchen Sie die Basilika, um La Moreneta (die Schwarze Madonna) zu sehen. Genießen Sie in Sa Fonda de Lluc arròs brut (einen würzigen, deftigen Reisgericht mit Wild und Sobrassada) und gebratenes Spanferkel (porcella rostida).
Nachmittag & Abend: Mittelalterliche Stadtmauern von Alcúdia
Fahren Sie über die Ma-2200 hinab nach Alcúdia, um sich in Ihrer nördlichen Unterkunft einzurichten. Spazieren Sie am späten Nachmittag den 1,5 Kilometer langen Rundweg auf Alcúdias mittelalterlichen Stadtmauern aus dem 14. Jahrhundert entlang, die im Jahr 1300 von König Jakob II. in Auftrag gegeben wurden. Essen Sie auf der Plaça de la Constitució gegrillte Dorade (orada).
Kennzahlen für Tag 4
- Fahrstrecke: 84 km insgesamt.
- Fahrzeit: 2 Stunden 15 Minuten.
- Hauptrouten: Ma-10, Ma-2141 (Sa-Calobra-Abfahrt), Ma-2200 (nach Alcúdia).
- Fahrwarnung: Extremes Gefälle mit 12 Haarnadelkurven; in den 2. Gang zurückschalten, um ein Nachlassen der Bremsen zu verhindern.
- Parken: Parkplatz Sa Calobra (€3,50/Std.); Parkplatz Kloster Lluc (€3,00 Pauschalgebühr); kostenloser städtischer Parkplatz in Alcúdia außerhalb der Porta de Mallorca.
- Eintrittspreise: Torrent de Pareis (kostenlos); Basilika des Klosters Lluc (kostenlos; botanischer Garten €2,00).
Tag 5: Die wilde Formentor-Halbinsel & das römische Pollentia
Der fünfte Tag führt in den Norden, wo die Tramuntana in dramatischen Kalksteinhalbinseln auf das Meer trifft, und verbindet Küstenstraßen mit antiker Archäologie.
Vormittag: Cap de Formentor & Talaia d’Albercutx
Vom 1. Juni bis zum 31. Oktober ist die Ma-2210 ab Kilometer 8,7 bis zum Leuchtturm von Formentor täglich zwischen 10:00 und 19:00 Uhr für unbefugte Privatfahrzeuge gesperrt. Überwachungskameras (ANPR) verhängen automatisch Bußgelder in Höhe von €200. Passieren Sie den Kontrollpunkt vor 09:45 Uhr mit dem Auto oder nutzen Sie den Shuttlebus TIB 334 ab Port de Pollença (nähere Details in unserem Leitfaden zu den öffentlichen Verkehrsmitteln auf Mallorca).
Machen Sie Halt am Mirador des Colomer (km 5), um steile Klippen 232 Meter über dem Meer zu bewundern. Fahren Sie anschließend die steile Asphaltstraße hinauf zur Talaia d’Albercutx. Dieser im späten 16. Jahrhundert auf 380 Metern Höhe errichtete Steinturm bietet einen 360-Grad-Blick über die gesamte Halbinsel und die Bucht von Pollença. Fahren Sie danach hinab zur Platja de Formentor, um im klaren, von Seekiefern beschatteten Flachwasser zu baden.

Mittag: Die Strandpromenade „Pine Walk“ in Port de Pollença
Fahrt 15 Minuten weiter nach Port de Pollença und schlendert den Fußgängerweg Pine Walk (Passeig Vora Mar) entlang, der von Pinienzweigen gesäumt wird, die ins Wasser ragen. Genießt ein Hafen-Mittagessen mit gegrillten Sardinen oder dem Fischeintopf Arroz a banda mit selbstgemachter Aioli.
Nachmittag & Abend: Römische Ruinen von Pollentia
Fahrt weiter südlich nach Pollentia (Ciutat Romana de Pollèntia), die 123 v. Chr. vom römischen Konsul Quintus Caecilius Metellus gegründet wurde. Besichtigt die ausgegrabenen Domus in La Portella, das Kapitolswয়ংforum (Capitoline Forum) und das aus dem Fels geschlagene römische Theater aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Lasst den Tag mit Blick auf den Sonnenuntergang über der Bucht von Alcúdia (Badia d’Alcúdia) von der Landzunge von Alcanada aus ausklingen.
Kennzahlen für Tag 5
- Fahrstrecke: 42 km insgesamt.
- Fahrzeit: 1 Stunde 10 Minuten.
- Hauptrouten: Ma-2220, Ma-2210 (Formentor).
- Einschränkung 2026: Die Straße zum Leuchtturm ist von 10:00 bis 19:00 Uhr gesperrt; nutzt den TIB-Bus 334 oder passiert km 8,7 vor 09:45 Uhr.
- Parken: Parkplatz am Mirador des Colomer (kostenlos, 65 Plätze); Parkplatz an der archäologischen Stätte Pollentia (kostenlos).
- Eintrittspreise: Archäologische Stätte von Pollentia (€ 4,00); Talaia d’Albercutx (kostenlos).
Tag 6: Die Karstküste, unterirdische Seen & Meeresbögen von Migjorn
Der sechste Tag führt nach Süden durch das östliche Karstkalksteinplateau in die Region Migjorn, die für ihre Höhlen und von mineralreichem Wasser sowie Küstenwellen ausgewaschenen Meeresbögen bekannt ist.
Morgen: Cuevas del Drach & Konzert am Martel-See
Nehmen Sie die Ma-4020 nach Süden Richtung Porto Cristo, um die Cuevas del Drach (Drachenhöhlen) zu erkunden. Die Höhlen wurden 1896 von dem Höhlenforscher Édouard-Alfred Martel vermessen und erstrecken sich über 1.200 Meter. Buchen Sie den Eintritt um 10:00 Uhr am besten vorab online (17,50 €). Am Martelsee (177 Meter lang, 17°C) erwartet Sie ein 10-minütiges klassisches Konzert, das von einem Live-Quartett auf beleuchteten Holzruderbooten auf dem dunklen Wasser gespielt wird, gefolgt von einer optionalen unterirdischen Bootsfahrt.

Mittag: Der natürliche Fenbogen von Es Pontàs
Fahren Sie 40 km nach Süden über die Ma-4014 nach Santanyí, um ein geologisches Wunder zu bestaunen, das in unserem Guide zu den schönsten Buchten Mallorcas vorgestellt wird: den Felsbogen von Es Pontàs.

Parken Sie am Carrer de Sa Cova des Coloms und gehen Sie 400 Meter bis zur Klippenkante. Es Pontàs ragt 20 Meter aus dem Meer empor und erlangte 2006 weltweite Berühmtheit, als Chris Sharma die gewölbte Unterseite ohne Seile im Free-Solo-Stil bezwang und damit eine wegweisende 9a+-Deep-Water-Solo-Route schuf.
Nachmittag & Abend: Cala Llombards & Santanyí
Fahren Sie 5 Minuten zur Cala Llombards, um in einer von Klippen mit Pinien und steinernen Fischerhütten (escars) eingerahmten Weißsandbucht zu baden. Am Abend geht es nach Santanyí, das aus goldenem Pedra de Santanyí-Sandstein erbaut wurde. Bewundern Sie die Kirche Sant Andreu (in der sich die Jordi-Bosch-Orgel von 1762 befindet) und genießen Sie langsam geschmorte Lammchops (espatla de corder) auf der Plaça Major zusammen mit lokalem DO-Pla-i-Llevant-Wein.
Metriken zur Wahrheit vor Ort an Tag 6
- Fahrstrecke: 78 km insgesamt.
- Fahrzeit: 1 Stunde 25 Minuten.
- Hauptrouten: Ma-4020, Ma-4014, Ma-19.
- Parken: Parkplatz der Cuevas del Drach (kostenlos); Straßenparkplätze am Es Pontàs (kostenlos); Parkplatz Cala Llombards (kostenlos, 50 Stellplätze, füllt sich bis 10:30 Uhr).
- Eintrittspreise: Cuevas del Drach (17,50 € online im Voraus gebucht); Aussichtspunkt Es Pontàs (kostenlos).
Tag 7: Die ungezähmte Südküste, Steilküsten & Wachtürme
An Ihrem letzten Tag besuchen Sie die Landspitzen des Südens, wo Kalksteinklippen in klares Wasser abfallen, und lassen die Reise mit Küstenwachtürmen und einer direkten Fahrt zum Flughafen Palma (PMI) ausklingen.
Vormittag: Caló des Moro & Cala S’Almunia
Der Besuch von Caló des Moro erfordert ein genaues Timing. Der städtische Parkplatz in der Carrer del Caló des Moro bietet Platz für rund 80 Autos und ist von Mai bis Oktober bereits um 08:45 Uhr voll. Seien Sie bis 08:15 Uhr da. Sobald der Parkplatz voll ist, sperren die Behörden die Zufahrtsstraßen ab; wildes Parken am Straßenrand zieht sofortiges Abschleppen und Bußgelder in Höhe von 200 € nach sich.

Gehen Sie die 1,1 km lange asphaltierte Straße hinunter und steigen Sie über den steilen Feldweg (tragen Sie festes Schuhwerk) in die türkisfarbene Kalksteinspalte hinab. Folgen Sie anschließend dem Küstenpfad 200 Meter weiter zur Cala S’Almunia, um von den Slipanlagen aus Stein zu schwimmen und den natürlichen Felspool bei Sa Cova zu erkunden.
Mittag: Fjordartige Bucht & Torre de Cala Pi
Fahren Sie 35 km westlich auf der Ma-6014 zur Cala Pi. Spazieren Sie entlang der Klippenkante zum Torre de Cala Pi, der 1663 aus Marés-Quadern erbaut wurde, um den Ankerplatz vor Berber-Korsaren zu schützen. Der Blick fällt direkt in die jadegrüne Bucht, die sich 400 Meter tief zwischen steilen Klippen ins Landesinnere erstreckt.

Steigen Sie die 147 Steinstufen hinab zum sandigen Strand für ein Bad, gefolgt von einem Paella-Mittagessen auf einer schattigen Terrasse an der Carrer Penyes.
Nachmittag: Salinas d’Es Trenc & Abreise am Flughafen
Machen Sie einen kurzen Halt an den Salinen Ses Salines d’Es Trenc, wo die Salzgärten bereits seit phönizischen Zeiten (400 v. Chr.) betrieben werden, um handwerkliches Flor de Sal zu kaufen. Fahren Sie über die Autobahn Ma-19 nach Norden zum Flughafen Palma de Mallorca (PMI) und tanken Sie an der Repsol-Tankstelle an Ausfahrt 8 noch einmal voll, bevor Sie Ihren Mietwagen zurückgeben.
Wichtige Kennzahlen für Tag 7
- Fahrstrecke: 65 km gesamt (zum Flughafen PMI).
- Fahrzeit: 1 Stunde 15 Minuten.
- Hauptrouten: Ma-6102, Ma-6014, Ma-19.
- Parken: Parkplatz Caló des Moro (kostenlos, Ankunft bis 08:15 Uhr); Straßenparkplätze in Cala Pi (kostenlos, ab 11:30 Uhr voll).
- Eintrittspreise: Caló des Moro und Cala Pi (kostenlos); Torre de Cala Pi (kostenlos).
Praktischer Leitfaden zum Autofahren & zur Logistik auf Mallorca (2026)
Das Fahren eines Fahrzeugs auf Mallorca erfordert das Navigieren durch verschiedene Straßenklassen, automatisierte Radarkontrollen und besondere Straßenverhältnisse auf der Insel. Die Kenntnis der lokalen Verkehrsrealitäten sorgt für eine sichere und bußgeldfreie Reise.
Blitzer und Radarkontrollen
Die spanische Verkehrsbehörde (DGT) und die Guardia Civil unterhalten ein umfassendes Netz an automatischen Radarsystemen. Stationäre Blitzer überwachen die Flughafen-Autobahn Ma-19 (Tempolimit 80–100 km/h) und die Autobahn Ma-13 nach Sa Pobla. Abschnittskontrollen zur Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit (radar de tramo) überwachen den Túnel de Sóller und den Pass Coll de Sóller. Ungekennzeichnete Streifenfahrzeuge mit mobilen Radaranlagen patrouillieren zudem auf der Bergstraße Ma-10. Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen beginnen in Spanien bei 100 €, und Autovermietungen erheben Bearbeitungsgebühren von 40 € bis 50 € pro Verstoß.
Überholvorschriften für Radfahrer & Verhaltensregeln in den Bergen
Als Europas führendes Radsport-Trainingsgebiet zieht Mallorca im Frühjahr und Herbst Zehntausende von Radfahrern an. Für das Miteinander im Straßenverkehr gelten strenge Regeln:
- 1,5 Meter Mindestabstand: Halten Sie beim Überholen einen absoluten seitlichen Mindestabstand von 1,5 Metern ein.
- Geschwindigkeitsreduzierung: Reduzieren Sie die Geschwindigkeit vor dem Einleiten eines Überholvorgangs auf mindestens 20 km/h unter das vorgeschriebene Tempolimit.
- Überfahren durchgezogener Linien: Sie dürfen eine durchgezogene weiße Mittellinie überfahren, um Radfahrer zu überholen, sofern die Sicht nach vorne frei ist.
- Fahren im Gebirge: Schalten Sie bei steilen Talfahrten (Sa Calobra, Coll de Sóller) in den 2. Gang zurück, um die Motorbremse zu nutzen und ein Nachlassen der Bremswirkung zu verhindern. Bergab fahrende Fahrzeuge müssen auf engen Straßen bergauf fahrenden Verkehr passieren lassen. Betätigen Sie vor uneinheitlichen Kurven auf ländlichen Steinmauer-Wegen (camins rurals) leicht die Hupe.
Kraftstoff, E-Laden & Parkvorschriften
Entlang der Hauptverkehrsstraßen reihen sich Tankstellen aneinander; Tankstellen in den Bergdörfern Valldemossa und Sóller verlangen 5 bis 10 Cent mehr pro Liter. Für Elektrofahrzeuge betreibt das balearische öffentliche Ladenetz MELIB über 500 Typ-2- und Schnellladepunkte auf städtischen Parkplätzen – laden Sie die App am besten vor der Reise herunter.
Achten Sie genau auf die Markierungen am Fahrbahnrand:
- Blaue Linien (Zona Blava / ORA): Kostenpflichtiges Parken am Straßenrand (werktags von 09:00 bis 14:00 Uhr und von 16:30 bis 20:00 Uhr). Zahlen Sie am Parkscheinautomaten oder über die Apps Telpark bzw. ElParking.
- Weiße Linien: Kostenlose, unbeschränkte Parkplätze.
- Gelbe Linien: Parkverbot; sofortiges Abschleppen mit Gebühren von über 150 €.
- Grüne/Orangene Linien: Ausschließlich für lokale Anwohner mit Parkausweis (residents) reserviert.
- Pinienbewuchs & Dünen: Parken Sie niemals auf wilden Pinienstreifen in der Nähe von Buchten (Calas); Umweltschutzbeauftragte (Ibanat) verhängen sofortige Geldbußen von 100 € bis 300 € für die Beschädigung geschützter Küstenökosysteme.
Mallorca erleben: Geführte Touren, Erkundungen zu Fuß & Küstencharter
Während ein unabhängiger Roadtrip Freiheit bietet, eröffnet die Kombination aus eigenem Fahrvergnügen und ausgewählten geführten Erlebnissen verborgene kulturelle Tiefen und geschützte Meeresgebiete.
Historische Stadtführungen in Palma
Palmas mittelalterliches Zentrum birgt eine vielschichtige Geschichte, die man mit einem lokalen Guide am besten versteht. Die Teilnahme an lizenzierten kostenlosen Stadtführungen ermöglicht es Ihnen, private adlige Innenhöfe (Patios) zu betreten, die Reisenden normalerweise verschlossen bleiben. Erfahrene Guides erklären die Geschichte der Xuetes (Mallorcas kryptojüdische Gemeinschaft), entschlüsseln Steinmetzzeichen an gotischen Kirchen und führen Sie durch arabische Bäderkomplexe aus dem 11. Jahrhundert.
Meeresreservate & Bootscharter nach Cabrera
Mallorcas unberührteste Meereswildnis liegt im Nationalpark Cabrera-Archipel, 10 Seemeilen vor der Südküste. Tagesboote legen in Colònia de Sant Jordi ab, um die Burg aus dem 14. Jahrhundert auf der Insel Cabrera zu erkunden, in der schimmernden Blauen Grotte (Cova Blava) zu schwimmen und über Posidoniagräsern zu schnorcheln, die von Meereslebewesen wimmeln.
Seekajakfahren & Meereshöhlen an der Küste
Kalksteinklippen an der Nord- und Ostküste verbergen Meereshöhlen, die zu Fuß unerreichbar sind. Geführte Kajaktouren ab Port de Pollença oder Port de Sóller statten Sie mit Sit-on-Top-Kajaks und Stirnlampen aus, um direkt in höhlenartige Meeresgrotten mit unterirdischen Kieselstränden zu paddeln.
Weinproben im Landesinneren von Es Raiguer
Unter den Südhängen der Tramuntana liegt das Weinbaugebiet Es Raiguer mit dem Zentrum Binissalem und Santa Maria del Camí. Familiengeführte Bodegas (wie Bodegas Ribas, die seit 1711 in Betrieb sind) veranstalten Verkostungen einheimischer Rebsorten: des aromatischen Rotweins Manto Negro und des frischen Weißweins Moll (Prensal Blanc).
Häufig gestellte Fragen
Sind 7 Tage genug, um Mallorca richtig kennenzulernen?
Sieben Tage bieten eine optimale Dauer, um Mallorcas verschiedene geografische Regionen ohne stressiges Fahren zu erkunden. Eine 7-tägige Rundreise deckt Palmas historische Sehenswürdigkeiten, das Tramuntana-Gebirge, die nördlichen Halbinseln Formentor und Alcúdia, die östlichen Tropfsteinhöhlen sowie die südlichen Buchten (Calas) ab und ermöglicht einen ausgewogenen Rhythmus aus Sightseeing am Vormittag und Baden am Nachmittag.
Muss ich einen Mietwagen buchen oder kann ich mich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen?
Ein Mietwagen wird für die Durchführung dieser umfassenden Reiseroute dringend empfohlen. Mallorca verfügt zwar über ein gutes öffentliches Verkehrsnetz aus TIB-Bussen und Zügen (näher beschrieben in unserem Leitfaden für die öffentlichen Verkehrsmittel auf Mallorca), die größere Städte verbinden, doch das Erreichen abgelegener Bergwanderwege, dramatischer Wachtürme und versteckter Buchten wie Caló des Moro oder Cala Pi erfordert zahlreiche Umstiege und lange, schattenlose Fußmärsche.
Sollte ich ein einziges Hotel buchen oder meine Unterkunft aufteilen?
Es wird dringend empfohlen, den Aufenthalt auf zwei verschiedene Standorte aufzuteilen: Standort 1 im Südwesten (Palma, Sóller oder Valldemossa) für die Tage 1 bis 4 und Standort 2 im Nordosten (Alcúdia oder Pollença) oder Südosten (Santanyí) für die Tage 5 bis 7. Das Tramuntana-Gebirge teilt die Insel; es täglich zu überqueren, kostet 2 bis 3 Stunden an unnötiger Fahrzeit. Alternativ können Sie ein zentrales Agroturismo in Inca oder Santa Maria del Camí nahe der Autobahn Ma-13 buchen.
Welche Fahrbeschränkungen gelten im Sommer 2026 für das Cap de Formentor?
Vom 1. Juni bis zum 31. Oktober ist die Landstraße Ma-2210 von Kilometer 8,7 bis zum Leuchtturm Far de Formentor täglich zwischen 10:00 und 19:00 Uhr für unbefugte Privatfahrzeuge gesperrt. Überwachungskameras mit automatischer Kennzeichenerkennung (ANPR) erfassen Nummernschilder und verhängen automatisch Bußgelder in Höhe von 200 €. Nutzen Sie während der Sperrzeiten den öffentlichen Shuttlebus der TIB-Linie 334 ab Port de Pollença oder Platja de Formentor. Privatwagen dürfen vor 10:00 Uhr oder nach 19:00 Uhr zum Leuchtturm fahren.
Wie schwierig ist die Fahrt auf der Passstraße nach Sa Calobra (Ma-2141)?
Die Abfahrt auf der Ma-2141 nach Sa Calobra weist 12 Haarnadelkurven und eine nur 5,5 Meter breite Asphaltdecke ohne Mittelstreifen auf. Obwohl sie komplett asphaltiert und gut instand gehalten ist, erfordert sie eine disziplinierte Motorbremsung (Herunterschalten in den 2. Gang), um ein Überhitzen der Bremsen zu verhindern, sowie das Gewähren von Vorrang für entgegenkommende Reisebusse. Fahren Sie vor 09:15 Uhr oder nach 15:30 Uhr ab, um dem starken Reisebusverkehr zu entgehen.
Welche Parkregeln und Bußgelder gelten an Mallorcas Buchten (Calas)?
Ausgewiesene kommunale Schotterparkplätze an beliebten Buchten wie Caló des Moro und Cala Llombards füllen sich schnell, in den Sommermonaten oft schon bis 08:30 Uhr. Parken Sie niemals in engen Wohnstraßen mit gelben Bordsteinmarkierungen, vor privaten Einfahrten oder auf Pinienstreifen. Umweltbedienstete und die örtliche Polizei schleppen unbefugt abgestellte Fahrzeuge aktiv ab und verhängen Bußgelder zwischen 100 und 300 Euro.
Welcher Monat des Jahres eignet sich am besten für diesen 7-tägigen Mallorca-Roadtrip?
Die optimalen Monate sind Mai, Juni, September und Oktober. Die Tagestemperaturen bewegen sich angenehm zwischen 22 °C und 27 °C, die Wassertemperaturen bleiben zum Schwimmen einladend (besonders im September und Oktober bei 24 °C), auf den Bergstraßen herrscht weniger Verkehr und das Parken an den ikonischen Buchten ist überschaubar. Juli und August bringen intensive Hitze, große Menschenmassen und rasche Schließungen der Parkplätze an den Buchten mit sich.
